Kategorie: Reisekolumne

Handgepäckkontrolle – der ganz normale Wahnsinn

Übers Autoradio ertönt eine Verkehrsfunkmeldung: »Stau im Elbtunnel! Halten Sie die Rettungsgasse frei, und rechnen Sie mit mindestens einer Stunde Verzögerung Herbert, der im Schritttempo durch den Tunnel fährt,  wundert sich.  Gerade eben hatte er im Vorbeirollen an der  tiefsten Stelle des Bauwerks noch problemlos ein Selfie schießen können und nun das. „Wieso Stau? Wovon reden die, Inge? Vor uns ist doch alles frei“, wendet er sich irritiert an seine Frau.

Als ich vor kurzem am Hamburger Flughafen mal wieder das große Chaos erlebt habe, musste ich unwillkürlich an den Witz denken. Vorn in der Eingangshalle des Terminals lief an den Check-in-Schaltern noch alles ganz normal ab. Doch vor den Zugängen zur Gepäckkontrolle hatte sich eine riesige Menschenmenge aufgestaut. Nichts ging mehr. Und das, an einem ganz gewöhnlichen Dienstagvormittag. Also, keine Stoßzeit für Berufspendler. Keine Schulferien. Kein Streik. Nichts. Dennoch herrschte mehr als eine halbe Stunde lang Totalstillstand, und man fragte sich entnervt, was wohl der Grund dafür sein könne.

Nach weiteren fünfundvierzig Minuten im Stopp-and-Go war ich endlich bis zur Gepäckkontrolle vorgedrungen. Das Erstaunliche: auch hier schien alles wie geschmiert zu laufen. Sämtliche  Transportbänder waren in Betrieb, und Personal war mehr als ausreichend vorhanden. Wo, bitte, lag jetzt das Problem? »No, gugg  se doch on, de Dämlogs, de hior plötzlisch onfongn, nervös in ihrn Gelummbe rumzuwurschdln, weil sisch gezeischt hat, dass se irschendwas Verboudnes dabei homn« , klärte einer  der Luftsicherheitsassistenten mich in schönster sächsischer Mundart auf. Müde lächelnd nickte er dabei mit dem Kopf zum  Gepäckband gegenüber, wo zwei Passagiere gerade dabei waren, ihre Bordkoffer unter den wachsamen Augen eines Security-Mannes zu durchwühlen.

„Haben Sie Flüssigkeiten dabei? Laptop? Kamera? Andere elektronische Geräte?“

Jeder, der nach dem 11.September 2001 schon einmal ein Flugzeug bestiegen hat, kennt das: Kein Zutritt zum Abflugbereich eines Flughafens, bevor eine penible Handtaschenkontrolle erfolgt ist. Wie Schlachtvieh wird jeder Passagier dann auch noch durch einen Metalldetektorbogen oder Körperscanner geschleust. Und wenn´s ganz dumm läuft, wirst du danach zu einer Leibesvisitation herausgefischt, bei der man dich bis an die intimsten Körperstellen befummelt.

Das Ganze nervt gewaltig, weil´s oft wie Schikane erscheint und hart am Persönlichkeitsrecht schrammt. Zudem kostet es wertvolle Zeit. Andererseits möchte man natürlich auch nicht erst während des Flugs entdecken, dass der Sitznachbar unter der lässig weiten Hose einen Sprengstoffgürtel trägt. Hilft also nichts. Egal wie man zu den Kontrollen stehen mag – wir werden uns damit abfinden müssen. Für jemanden wie mich, der beruflich häufig fliegt, ist das lästige Prozedere schon irgendwie zur Routine geworden. Dachte ich. Bis der nette Security Typ meineTasche nach dem Röntgen vom Band zog und mich zu sich winkte.

»Bidde öffnen« , bat er müde lächelnd. Und da sah ich sie auch schon aus der Tiefe meiner Bordtasche hervorleuchten: meine pinkfarbene Mehrwegtrinkflasche. Mit einem letzten aufgesparten Schluck Wasser hatte ich sie vorhin hineingeworfen. Nur für eine Sekunde, weil mein Handy geklingelt hat. Wie dumm kann es manchmal bloß laufen?

SOS! Hilferuf an TCHIBO!

Reisegepäck im Test - Reiseredaktion Fischer-Cohen

Genauer gesagt, richtet sich mein Hilferuf an die Einkäufer für den Tchibo-Themenwelten-Store.  Ich brauche euch, bin total verzweifelt, weil mein treuer Reisebegleiter auf unserer letzten gemeinsamen Reise in der Karibik schwer verunglückt ist.  Und ich rede hier nicht von einem Prinz Charming in meinem Leben – ich rede von dem genialsten Koffer, den ich je besessen habe. Weiterlesen

Körperscanner – die Lizenz zum Betatschen?

Alles werde nicht nur sicherer, sondern auch einfacher, schneller, komfortabler. „Ein Abtasten durch das Sicherheitspersonal wird seltener nötig sein“, sagte ADV-Sprecher Björn Potulski 2014 zur Einführung der Körperscanner. Ein Mehr an Komfort für die Passagiere würde das bringen. Für manche Passagiere vielleicht. Ich gehöre offensichtlich nicht dazu. Weiterlesen

Die Sache mit dem nachhaltigen Reisen – Blogparade


Costa Rica: Traumstrand bei Montezuma auf der Halbinsel Nicoya. Wie es dort aber auch aussehen kann, seht ihr weiter unten

Sie ist wie ein dicker, fetter Klops, an dem man sich leicht mal verschlucken kann: die Nachhaltigkeit. Wo anfangen, wo aufhören? Das gilt beim Reisen genauso wie im Alltag. Dieses ist mein Beitrag zur Blogparade „Nachhaltig reisen“ von Nathalie on Tour. Weiterlesen

Victoria – auf australischer Mission in Hamburg

Koalas auf Phillip Island

Noch mehr australische Sympathieträger – Koalas auf Phillip Island
©Bunyip Tours

Als Reisejournalistin flattern einem ständig Einladungen zu Presse Events ins Haus.  Fremdenverkehrsämter, Fluggesellschaften, Hotels, Tour Operators…, unmöglich, an all den Veranstaltungen teilzunehmen. Man will sich ja schließlich nicht verzetteln. Aber als Elke und ich die Einladung zur Australian Euroission erhielten, war klar: Da gehen wir auf jeden Fall hin. Allein schon, um herauszufinden, was das Ganze zu bedeuten hat. Weiterlesen