Der Elefantenflüsterer – das Leben des Lawrence Anthony

Der Elefantenflüsterer Lawrence Anthony mit seinem Elephanten Nana auf Thula Thula

Lawrence mit Nana, der Protagonistin seines Tatsachenromans „Der Elefantenflüsterer“ © Malby-Anthony privat

Es war der 03. März 2012, als in der Nacht eine Email auf meinem Laptop aufblinkte, bevor sie im Posteingang verschwand. Ich befand mich gerade in einer kreativen Phase, war also noch hellwach, und der Text, an dem ich arbeitete, schrieb sich praktisch von selbst.  Doch die kurze Meldung, die da auf Englisch vor meinen Augen aufgeflackert war, konnte ich einfach nicht verstehen. Ich öffnete sie und las sie ein zweites und drittes Mal:

Lawrence ist gestern nach einem Herzinfarkt verstorben. In tiefer Trauer, Françoise

Eine Gänsehaut kroch langsam meinen Rücken hinunter. Lawrence Anthony – der mehrfach ausgezeichnete südafrikanische Tier- und Umweltschützer? Der Elefantenflüsterer? Unmöglich! Der Typ war ein Bär von einem Mann. Groß, kräftig, furchtlos. Jemand, der das Abenteuer, die Herausforderung liebte. Einer, der die Dinge anpackte, der die Welt bewegte und unbesiegbar schien.

Traum-Safari mit Südafrikas Indiana Jones

Ich hatte Lawrence ein Jahr zuvor auf meiner Reise durch das südafrikanische KwaZulu-Natal kennengelernt. Da war er gerade 60 geworden und strotzte nur so vor Energie. Schön und strahlend wie ein Sonnenaufgang über der Savanne war an seiner Seite Françoise erschienen, seine aus Frankreich stammende Ehefrau. »The Beauty and the Beast«, hatte ein Journalist über das Paar geschrieben. Er war wohl ein Neider. Oder ein schlechter Beobachter. Denn auch wenn Lawrences Schönheit nicht offensichtlich war, zeigte sie sich doch innerhalb weniger Minuten. Sie lag in seiner Seele, die sich wie ein Leuchtfeuer in seinen Augen spiegelte, als er mich kurz darauf in seinem Jeep mit auf Safari nahm.

Auf der Suche nach einer guten Story war ich auf Lawrences Buch »Der Elefantenflüsterer« gestoßen. Darin erzählt er die wahre und absolut herzzerreißende  Geschichte seiner wilden Elefantenherde (Meine Rezension zu dem Bestseller findet ihr unter »Tipps / Lesestoff«).  Nach der Lektüre war sofort klar, dass ich Nana und Frankie, die tierischen Heldinnen dieses Romans, in ihrem Zuhause auf Thula Thula besuchen würde. Drei Wochen später war ich dann auch schon vor Ort, und es sollte nicht bei diesem einen Besuch bleiben.

Werbefilm zu L. Anthonys Buch »Der Elefantenflüsterer«

Thula Thula – das Elefantenparadies

Das private Tierschutzreservat von Lawrence und Françoise liegt knapp zwei Autostunden von Durban entfernt mitten im Zululand. Es ist eine imposante Wildnis, die sich da vollkommen unvermutet hinter endlos erscheinenden Eukalyptusbaumplantagen und Zuckerrohrfeldern auftut.  Versteckt und auf den ersten Blick eher unprätentiös findet der Gast dort ein wunderschön ausgestattetes 5-Sterne Resort und ein Luxus-Zelt-Camp. Ich war fasziniert, vor allem, als dann auch noch die berühmte Elefantenfamilie plötzlich vor uns aus dem Dickicht auftauchte. Doch Lawrence winkte ab. »Mein Ziel ist erst erreicht, wenn alle Grenzzäune bis hin zum Hluhluwe Nationalpark abgebaut sind und Nana und Frankie mit ihren Nachkommen zumindest einen Teil ihrer uralten Wanderpfade wieder nutzen können.« Das klang wie kompletter Größenwahn, wenn man weiß, um welch gigantische Fläche es dabei ging. Doch ich hatte ein wenig recherchiert und wusste, dass dieser Mann nicht zu denen gehört, die nur hohle Reden schwingen.

Die Herde des Elefantenflüsterers Lawrence Anthony, the elephant whisperer ce Anthony

Glücklich im neuen Zuhause: Frankie mit einem Teil der Nachkommen auf Thula Thula © Regina Fischer-Cohen

Die Rettung der Zootiere von Bagdad

2003, unmittelbar nach der US-Invasion im Irak, hatte Lawrence weltweit für Schlagzeilen gesorgt, als er den Tieren im zerbombten Zoo von Bagdad mit einer beispiellosen Rettungsaktion zur Hilfe geeilt ist. Nur fünfunddreißig Kreaturen hatten im einst größten Zoo des Mittleren Ostens überlebt. Darunter Löwen, Tiger und Bären. Eingesperrt waren sie in ihren Käfigen fast verhungert und verdurstet. »Für einen Moment dachte ich, es wäre das Humanste, sie mit dem Gewehr zu erlösen«, beschreibt Lawrence die Situation in seinem ersten Roman »Babylon’s Ark«, der leider nur auf Englisch erschienen ist. Es ist eine bewegende Geschichte, deren glückliches Ende zeigt, was ein einzelner couragierter Mensch alles bewirken kann. Genau der Stoff, aus dem Hollywood Filme macht. Und so hat sich  ein US-Produzent die Rechte daran dann auch umgehend gesichert – wie es später auch bei Lawrences zweitem Buch geschah.

Babylon´s Ark

Die Rettung der Zootiere von Bagdad – ein Tatsachenroman von  L. Anthony

Lawrences Kampf um die letzten Nashörner

Fortan wurde Lawrence mit Auszeichnungen und Ehrungen überschüttet, und manch einer wäre bei so viel Ruhm abgehoben. Er jedoch saß mir am ersten Abend bescheiden gegenüber und sagte: »Wenn du mir einen Gefallen tun willst, schreib nicht über mich, schreib über unsere wundervollen Elefanten, diese allwissenden, fürsorglichen Wesen. Und schreib über The Earth Organization.« Letzteres war ihm ein ganz besonderes Anliegen, denn die von ihm gegründete gemeinnützige Organisation setzt sich mit einem internationalen Expertenteam weltweit für kritische Tier- und Naturschutzbelange ein. Und es gab noch etwas, das ihm schwer am Herzen lag: die brutale Wilderei auf Nashörner, bei der es den Mördern nur um das Horn geht, das teurer als Gold gehandelt wird, weil die Asiaten es unsinniger Weise als Potenz- und Wunderheilmittel betrachten.  2006 hatte Lawrence sich deswegen  noch einmal auf eine waghalsige Expedition begeben. Sie führte ihn in einen der blutigsten Bürgerkriege, hin zu den gefürchteten Kindersoldaten im kongolesischen Dschungel. Es war sein verzweifelter Versuch, die letzten Breitmaulnashörner im Kongo zu retten. Mit der Veröffentlichung seines Buches »The last Rhinos«, im April 2012, sollten die ersten Hilfsfonds zur Rettung der Nashörner in KwaZulu-Natal generiert werden. Er selbst hat dies nicht mehr erleben dürfen.

Thula Thula - Auffangstation für verwaiste Nashörner, Thula Thula rhino orphanage

Lawrence mit Thabo und Ntombi. Die beiden Nashörner wurden als Babys auf Thula Thula aufgepäppelt, nachdem Wilderer ihre Mütter brutal abgeschlachtet hatten.  © Regina Fischer-Cohen.

Ein Abschied für immer, jenseits von Zeit und Raum

Zwei Tage nach Lawrences Tod schrieb mir Françoise, dass sich die gesamte Elefantenherde vor ihrem Haus versammelt hätte. So wie die Tiere es auf magische Weise jedes Mal getan hatten, wenn Lawrence von einer seiner Reisen zurückgekehrt war. Das war ihre Art, den Mann zu ehren, der sie einst vor dem sicheren Tod bewahrt hatte. Nach einem zwöfstündigen Marsch durch die Wildnis waren sie diesmal gekommen, um sich von ihrem einstigen Retter für immer zu verabschieden und ihn wie einen der ihren zu betrauern.

Und ich? Als ich Lawrences Tod in jener Nacht verinnerlicht hatte, schossen mir die Tränen wie eine Sintflut übers Gesicht. Und ich spürte diesen unsäglichen Schmerz, der mich innerlich fast zerriss. Es war total verrückt.  Françoise und Lawrence hatten mir zwar nah gestanden, aber so nah nun auch wieder nicht. Ich war schockiert, geradezu verärgert über meine eigenen Emotionen, die ich nicht mehr unter Kontrolle bekam. Wie, um Himmels Willen, war so etwas möglich? Heute weiß ich: Mir fehlten damals die feinen Antennen, die  – wie Lawrence herausgefunden hatte – den Elefanten eine Kommunikation über die Grenzen von Zeit und Raum hinweg ermöglichen. Mit ihnen hätte ich vielleicht erspüren können, dass das Universum mich in diesem Moment auf mein eigenes Schicksal vorbereitet hat. So aber deutete absolut nichts darauf hin, dass ich selbst schon bald meinen Mann verlieren und viel zu früh zur Witwe werden sollte.

14 Kommentare

  1. SabineFrona

    Über Amazon Prime Kindle,bin ich auf dieses wunderschöne warmherzige Buch gestoßen.Seit meiner Kindheit verehre ,bewundere und liebe ich Elefanten.
    Ein Elefantenpatenkind habe ich bei Daphne Sheldrick.
    Ich habe das Buch noch nicht zu Ende gelesen und habe beschlossen,mir das Buch
    gedruckt zu kaufen.Ich bin sehr traurig,das dieser großartige Tierschützer,schon so früh von uns gehen musste.Es ist einfach nur schlimm,wie nach wievor Tiere abgeschlachtet werden und das es so wenige Menschen gibt,die sich für sie einsetzen.Eine Tragödie auch für seine Elefantenherde.Ich wünsche seiner Familie viel Kraft,sein Erbe fortzusetzen

    • Liebe Sabine,

      danke für deinen Kommentar. Lawrence war in der Tat ein großartiger Mensch, der nicht nur für das Überleben seiner Elefantenherde gekämpft hat, sondern für alle Wildtiere und für unsere Umwelt generell. Nicht selten tat er dies unter Einsatz seines Lebens. Ich bin froh, Lawrence persönlich kennen gelernt zu haben. Die gute Nachricht: Der Elefantenherde auf Thula Thula geht es sehr gut, ihre Zukunft ist gesichert. Lawrences Frau Francoise setzt das Erbe ihres Mannes auf ganz eigene, wunderbare Weise in ihrem Wilreservat fort. Und dann ist da noch Lawrences Earth Organization (https://www.earthorganization.org), über die sich viele engagierte Menschen weltweit für eine gesunde Umwelt stark machen.

  2. Heike Krämer

    Ich habe den Elefantenflüsterer gerade gelesen und das Buch hat mich sehr berührt. Jetzt habe ich recherchiert, dass der Autor bereits verstorben ist. Ich hoffe, dass sein Erbe in guten Händen liegt. Ein fantastischer Mann, er hat trotz seines Engagements nie den Blick für die Realität verloren. RIP Lawrence, schade, dass ich dich nie kennenlernen durfte.

    • Liebe Heike,

      auch mich hat Lawrences Buch tief berührt – besser gesagt: seine Bücher, denn er hat insgesamt 3 geschrieben. Leider sind „Babylon`s Ark“ und „The last rhinos“ nur in englischer Sprache im Handel erhältlich. Was Lawrences Vermächtnis anbelangt, findest du hier in meiner Antwort auf Sabine Fronas Kommentar weitere Details.

      • Birgit Ivancevic

        Liebe Elephanten-Freunde, Liebe Regina,
        Sehr berührt von Ihrem Text und dem Trailer zu Lawrence Anthonys
        „Elephant Whisperer“ möchte ich an dieser Stelle eine kleine Geschichte aus meinem Leben erzählen, die ganz harmlos mit einem Film begann, aber mein leben viele Jahre später nachhaltig veändern sollte.
        Ich war eine junge Studentin im Münster der 80er Jahre und schaute mir eines Abend zusammen mit Freunden den gerade angelaufenen Film „Out of Africa“ mit Meryl Streep und Robert Redford an. Wir saßen in der berüchtigten ersten Reihe, weil es einfach keine anderen Plätze mehr gab, aber schon nach den ersten Szenen hatte ich meinen steifen Hals vergessen und folgte dem Film in einem Zustand aus Faszination und Emotion, der mich diesen Film und dieses Sujet- Leben in Afrika- nie vergessen ließ.
        Dreißig Jahre später sah ich dann durch Zufall eines Tages (ausgerechnet in einem Modekatalog) ein Bild von einer afrikanischen Lodge, die, eingerichtet im englischen Kolonialstil, „meinem“ Film wie entsprungen schien. Sofort war ich wie elektrisiert und hatte nur noch einen Gedanken: „Da muß ich hin!“
        Ich fand heraus, dass diese Lodge im Krüger-Nationalpark in Südafrika war, und fünf Monate später befanden sich mein Mann und ich auf der Reise genau dort hin (im Gepäck hatte ich ein eigens für mich angefertigtes Kleid von einer Kostümbildenerin: Meryl Streeps Hochzeitskleid aus „Out of Africa“; damit wollten wir in der Lodge ein Photoshooting machen…).
        Für den Krüger-Park hatten wir sieben Tage eingeplant, ebenso für Kapstadt. Hätte ich es besser gewusst, hätte ich die ganzen zwei Wochen für den Park mit seiner faszinierenden Tierwelt eingeplant, aber ich hatte schlichtweg nicht erwartet, was diese ersten sieben Tage in der Savanne Südafrikas mit mir anstellen und mein Leben für immer verändern würden.
        Vom ersten Moment an war ich „bitten and hooked“ wie die Engländer sagen, und meine Begeisterung kannte keine Grenzen.
        Ich tauchte ein in eine mir bis dato völlig unbekannte Welt, und unser toller Ranger Sean öffnete mir die Augen für das Leben der Tiere, wie ich es noch nie gesehen hatte.
        Tja, und dann kam einer dieser Momente, an dem ich Gänsehaut hatte und atemlos Seans Geschichten lauschte: Wir beobachteten eine Herde Elefanten, und ganz nebenbei fragte Sean, ob wir schon einmal etwas von Lawrence Anthony und seinen Elephanten gehört hätten; natürlich nicht, wie auch, wir waren zum ersten Mal in Afrika
        und hatten uns vorher noch nie eingehender mit Elephanten beschäftigt…Als Sean dann von den trauernden Elephanten nach Lawrence` Tod erzählte, hatte ich Tränen in den Augen und schwor mir, sofort in Kapstadt den „Elephant Whisperer“ zu kaufen.
        Gesagt, getan…Auf dem Rückflug hatte ich den „Elephant Whisperer“ und „The last rhinos“ im Gepäck; „Babylon`Ark“ besorgte ich mir in Deutschland, und von da an verschlang ich meterweise Bücher über Elephanten, Löwen, Affen etc. sowie über die Geschichte Afrikas.
        Dabei stieß ich auch u.a. auf das Elephanten-Waisenhaus von Daphne Sheldrick, und noch am selben Tag war ich Pate von Zongoloni und Ziwa.
        Es folgten Reisen nach Botswana, Sambia, Kenia und Tansania und, ein absoluter Höhepunkt, zu „meinen Kleinen“ in Kenia, unvergeßlich und phantastisch…Jetzt weiß ich, wie sich die Haut eines Elephanten anfühlt , wie es ist, wenn ein feuchter Rüssel über dein Gesicht fährt, wie ein Elephant riecht und, vor allem, welch eine Ruhe und welch einen Seelenfrieden man in der Nähe dieser einzigartigen Tiere empfindet…einfach unbeschreiblich…
        Es folgten weitere Tierpatenschaften, u.a. für ein kleines Rhinomädchen mit dem hübschen Namen Nandi.
        Gern würde ich auch noch das Löwenreservat von Kevin Richardson und die Schimpansen von Jane Goodall, ebenso die Gorillas von Dian Fossey , besuchen; ich bin wirklich von Afrika infiziert (letztes Jahr hatte ich das ungeheure Privileg nach einem Vortrag von ihr die „Große Alte Dame“ der Schimpansen, Jane Goodall, persönlich kennenzulernen (sie ist jetzt 84!), welch eine Ehre und welch ein Erlebnis!
        Trotz allem aber sind die Elephanten weiterhin meine Favoriten, und im Moment lese ich die Bücher von Lawrence Anthony zum zweiten Mal. Ich frage mich, ob Nana und Frankie noch leben; ein Besuch in Thula Thula steht als nächstes auf der Agenda, ebenso ein zweiter Besuch bei Daphne Sheldrick, meine Sehnsucht nach meinen Kleinen ist so groß, und wer immer Lust und Zeit hat, kann gerne mitkommen!
        Lieber Lawrence Anthony, Du bist mein Held, meine Inspiration, man sollte Dir ein Denkmal setzen, in meinem Herzen bist Du unvergeßlich…Du warst einer von den „Guten“, ein großes Vorbild und ein Hoffnungsschimmer in der Welt derer, die die Tiere genauso lieben wie Du!
        O.K., dies sollte eigentlich ein kurzer Kommentar werden, aber meine Begeisterung für Afrika hat mich mal wieder überrollt, der geneigte Leser sehe es mir nach…
        Ich verbleibe mit einem „big trumpet“, Birgit

        • Liebe Birgit, danke für deinen einfühlsamen Bericht. Bin ganz neidisch. Das war sicher ein wunderschönes Erlebnis für dich. Klingt märchenhaft. „Out of Africa“ – da tauchen auch vor meinen Augen sofort die schönsten Bilder auf, und ich bekomme Gänsehaut. Einmal vom Afrikavirus infiziert und man kommt nie wieder davon los. Ist noch gar nicht lange her, dass ich in Namibia, Botswana und Südafrika war, doch ich würde am liebsten sofort in den nächsten Flieger steigen und dorthin zurückkehren. Du hast dir da ja auch noch einiges vorgenommen. Thula Thula wird dir auf jeden Fall gefallen, weil es einfach großartig ist, Nana und Frankie, den beiden Heldinnen und Protagonistinnen von Lawrences Buch live gegenüberzustehen – sie im Familienverbund mit all ihren Kindern und Kindeskindern zu sehen. Wenn du dort bist, richte bitte ganz liebe Grüße von mir an Lawrences Witwe Francoise aus!!

  3. Liebe Regina, auch ich lese den Elefantenflüsterer gerade. Ein Freund hat in Mecklenburg Vorpommern einen Elefantenhof mit 11 Grauen Riesen. (Abgesehen von Zebras, Laufenten Lamas und und und) Elefanten verzaubern mich seit frühester Kindheit! Durch Sonni hatte und habe ich das große Glück diesen Tieren sehr nah sein zu dürfen und sie sind genau so, wie Lawrence sie beschreibt! Ich hoffe und wünsche mir, dass es jemanden gibt, der Lawrence „Erbe“ in seinem Sinne weiterführt! Die Elefanten haben es verdient! Alles liebe und Danke an alle, die bereit sind, diese wunderbaren Tiere zu schützen! Carmen

    • Liebe Carmen, ich danke dir für deinen Kommentar. Wow – 11 Elefanten, das ist ja eine Riesenverantwortung, die dein Freund damit auf sich genommen hat. Ist ja nicht gerade einfach, die grauen Riesen hier bei uns einigermaßen artgerecht zu halten. Aber so wie du schreibst, scheint er zu wissen, was er tut. In Bezug auf Lawrences Elefantenherde kann ich dich beruhigen: Sie haben auf Thula Thula nach wie vor ein wunderschönes Leben. Lawrences Witwe Francoise führt das Erbe ihres Mannes fort, sodass die Zukunft der Tiere gesichert ist.

  4. Brunhilde Albert

    Bin gerade dabei, „Der Elefantenflüsterer“ zu lesen. So eine schöne, tief emotionale Geschichte über die Elefanten, diese wunderbaren Tiere. Bin beruhigt, dass Françoise Thula Thula weiterführt im Sinne von Lawrence Anthony, diesem wunderbaren und einmaligem Tierliebhaber -und versteher.
    Ihr gilt mein grosser Respekt und Achtung.

    • Liebe Brunhilde,
      danke für deinen Kommentar. Für mich ist Francoise zu einem großen Vorbild geworden. Sie hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie man nach einem schweren Schicksalsschlag über sich selbst hinauswachsen kann – wie man, trotz Trauer und Verzweiflung, aus dem Drama des Lebens eine Erfolgsgeschichte machen kann. Darüber hat auch sie jetzt ein Buch geschrieben, das in Kürze in englischer Sprache erscheinen wird. Natürlich werde ich es hier auf unserem Blog vorstellen.

  5. Martina Neumair

    Auch ich habe gerade den Elefantenflüsterer fertig gelesen und bin tief berührt. Das Buch hat mich zu Tränen gerührt. Gelesen hab ich das Buch eigentlich nur, weil mein 9jähriger Sohn seit zwei Jahren alles was Elefanten und Afrika betrifft „aufsaugt“. Auf der Suche nach einem Buch über Elefanten bin ich nun auf dieses gestossen. Und ich muss sagen, ich verstehe jetzt die Euphorie und Faszination von meinem Sohn. Ich bin hin und weg und würde am liebsten Morgen in den Flieger nach Afrika steigen.
    Ich verbeuge mich vor Anthony und Francoise und ihrem Mut und und ihrem Einsatz. Und ich hoffe dass Thula Thula noch lange fortbesteht.

    • Liebe Martina, ich war auf Reisen, deshalb komme ich heute erst dazu, dir für deinen Kommentar zu danken. Toll, dass dein Sohn sich in diesem Alter bereits so intensiv für Elefanten interessiert. Bei mir war es genauso. Elefanten sind so unglaublich weise, und ihre geradezu übernatürlichen Fähigkeiten machen sie zu etwas ganz Besonderem. Falls du Englisch lesen kannst, möchte ich dir/ euch gleich das nächste Buch empfehlen: »An elephant in my kitchen«. Francoise hat damit praktisch eine Fortsetzung von dem Buch ihres verstorbenen Mannes geschrieben. Ab 26. Juli wird es über Amazon erhältlich sein, und im kommenden Jahr soll es auch in deutscher Sprache erscheinen. Ich werde in unserem Blog natürlich noch genauer darüber berichten.

  6. Liebe Regina, soeben bin ich auf deinen Bericht gestoßen, da ich gerade zum 2. Mal „Der Elefantenflüsterer“ lese und diese Nacht intensiv von der Herde und Afrika geträumt habe. Ich selbst bin in Lagos, Nigeria aufgewachsen und seit jeher habe ich eine tiefe Verbundenheit zu dem schwarzen Kontinent, seinen Menschen, aber vor allem zu seiner Tierwelt. Im Jahr 2004 war ich die erste Volunteerin auf der Harnas Wildlife Foundation in Namibia, es folgten viele Reisen nach Südafrika und Namibia und im Februar 2019 ist es endlich soweit und es geht nach Uganda zu den Gorillas!! Ein Kindheits-Traum wird wahr! Ein weiterer Traum ist es, eine Woche im Dezember 2019 auf Thula Thula verbringen zu dürfen..es steht mir noch eine Zeit bevor, in der ich all meine Überredungskunst aufbringen muss, meinen Mann davon zu überzeugen, all unser Erspartes zusammenzukratzen, um nochmals im Jahr 2019 die Reise nach Afrika, nach Thula Thula anzutreten 🙂 Wünsch mir Glück 🙂 Ich habe mir Francoises neues Buch „Elephant in my kitchen“ bereits bestellt und es wäre für mich das größte Glück, Frankie und die gesamte Herde zu treffen.
    Lawrence war ein Held, er wird in unseren Herzen und Erinnerungen immer weiterleben. Menschen wie er, wie Jane Goodall, Daphne Sheldrick, Dian Fossey und Birutė Galdikas und einige mehr, machen diesen Planeten, der im Moment eine schwierige Phase der Veränderung durchmacht, zu einem besseren Platz, einem Platz mit ein wenig Licht in der Dunkelheit. Und irgendwann wacht die Menschheit vielleicht auf und hört auf, unsere wundervollen Geschöpfe aus Gier, Mordlust und Profit abzuschlachten.
    Dir, liebe Regina, wünsche ich viel Kraft, eine wundervolle Zukunft und dass deine Träume in Erfüllung gehen.

    • Liebe Sharon,
      ganz lieben Dank für deinen Kommentar. Ich bin ein Riesenfan von der Harnas WF und insofern ganz neidisch, wenn ich lese, dass du dort die erste Volontärin warst. Und dann… in Nigeria aufgewachsen und jetzt die Erfüllung deines Kindheitstraums mit dem Besuch der Gorillas in Uganda. WOW! Du bist ein Glückskind, deshalb wirst du es natürlich auch schaffen, deinen Mann von der Notwendigkeit eines Thula Thula Besuchs zu überzeugen. Schließlich wird er die Zeit dort mit Sicherheit selbst sehr genießen. Es ist einfach unbeschreiblich, wenn man den Wildtieren, die Lawrence und Francoise in ihren Büchern beschreiben, plötzlich live gegenübersteht. Darüber hinaus sorgt Francoise mit ihrer raffinierten Küche für sensationelle Gaumenfreuden. Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Glück der Welt, damit euer Besuch dort klappt und du auch weiterhin wunderschöne Reisen ins Reich der Tiere unternehmen kannst. Jetzt erst mal viel Spaß beim Lesen von Francoises Buch. Du wirst es lieben! Ich habe das erste Kapitel für meine deutschen Freunde bereits übersetzt und werde hier in unserem Blog ausführlich über das Buch berichten, sobald der deutsche Titel feststeht.

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