USA – Traumreiseziel trotz Trump?

USA - the world is upside down now that Trump became president ©Regina Fischer-CohenUSA - Die Welt steht Kopf nach dem Wahlsieg von Donald Trump ©Regina Fischer-Cohen

»America the beautiful – land of the free…«  Was ist aus dir geworden?  »America first“« johlte der neue US-Präsident Donald Trump schon während des Wahlkampfes pathetisch. Was der narzisstische ex Reality-TV-Star damit im Klartext meint, hat er nun in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit verdeutlicht:  »F… the rest of the world.« Trump will eine Mauer um Mexiko bauen, Muslimen die Einreise verweigern und was er von Europa, insbesondere von »Nazi-Deutschland« hält, konnte und kann man – wie alles andere, was dieser Mann so von sich gibt – über seinen Twitter-Account verfolgen.

USA bleibt eines der beliebtesten Reiseziele

Kann man sich da als deutscher Urlauber überhaupt noch in die Vereinigten Staaten trauen – beziehungsweise, will man dort überhaupt noch Urlaub machen? Chris Thompson, CEO von Brand USA, der offiziellen Tourismus-Marketingagentur der Vereinigten Staaten, hat unmittelbar nach der US-Wahl in einem Interview mit der Zeitung  Die Welt eingestanden, dass es »gewisse Verunsicherungen« bei den Urlaubern gebe. Der von vielen Experten befürchtete Einbruch bei den Buchungen  ist jedoch ausgeblieben. Die Spezial-Reiseveranstalter America Unlimited und Canusa Touristik berichten, dass nach  anfänglicher Zurückhaltung die Nachfrage nun wieder gestiegen sei.

Einreiseverbot für Moslems? Forget it!

Letztlich wird jeder für sich allein entscheiden müssen, ob er jetzt noch in die USA reisen möchte oder nicht. Ich persönlich habe mich klar dafür entschieden. Warum? Weil Trump keineswegs für die Masse des amerikanischen Volkes steht und weil er als Präsident zum Glück nicht allmächtig ist. Anders als beispielsweise in der Türkei unter Erdoǧan, wird die Demokratie in den USA weiter gelebt. Einreiseverbot für Moslems? Ist mit der Verfassung der USA nicht zu machen. Bundesrichter James Robert hat Trumps Erlass kurzerhand wieder außer Kraft gesetzt. Trump droht den Medien ständig mit Konsequenzen, doch die kritische Berichterstattung in der Presse und die Witze, die US-Moderatoren und Komiker über Trump reißen, nehmen nicht ab, sondern eher zu, weil niemand in den USA befürchten muss, dass er dafür verhaftet wird und in dunklen Kerkern verschwindet.

Reisen für mehr Verständnis und Tolleranz

Natürlich kann sich die Situation jederzeit ändern. Wie man sieht, auch bei uns in Europa. Ich denke, es liegt jetzt an jedem Einzelnen von uns, deutliche Zeichen zu setzen. Wer Freiheit, Demokratie und Vielfalt liebt, sollte durch sein eigenes Verhalten klar machen, dass diese Werte nicht verhandelbar sind. Und wer nun meint, alle Amis seien rassistische, waffenvernarrte Rednecks und dumm wie Brot, der sollte auf jeden Fall in die USA reisen. Denn  »Reisen ist tödlich für Vorurteile«, erkannte schon Mark Twain.

Die USA – immer eine Reise wert ©Regina Fischer-Cohen

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