Augen auf beim Souvenirkauf – Tipps zum Artenschutz im Urlaub

Artenschutz Souvenirs©Generalzolldirektion

Heute mal ein ernstes und wichtiges Thema: Artenschutz. Gerade jetzt zur Fernreisezeit ist es besonders aktuell. Denn so manches schöne, skurrile oder exotische Stück, das als Souvenir im Koffer oder Rucksack landet, stammt von einer geschützten Art.

Dass eine Art unter besonderem Schutz steht, bedeutet gleichzeitig, dass sie bereits gefährdet ist. Deshalb ist es wichtig, sich gut zu informieren, um diesen Schutz nicht zu torpedieren. Und vor dem Kauf genau hinzusehen, worum es sich bei dem Souvenir handelt. Denn Unwissenheit schützt auch nicht vor Strafe: rund die Hälfte aller durch den Zoll aus Artenschutzgründen beschlagnahmten Teile wurden aus dem Urlaub mitgebracht. In der Regel wird ein Bußgeld fällig und in machen Fällen kommt es sogar zur Strafanzeige.

Ein paar Beispiele:

  • Der Handel mit Elfenbein ist verboten, das sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Aber Elefanten sind zu Recht unter den höchsten Schutz gestellt. Das bedeutet, der Bann betrifft den gesamten Elefanten, auch seine Haare. Also auch Schmuck, in dem Elefantenhaare verarbeitet worden sind. Bitte nicht kaufen!
  • Auch Muschelschalen, Schneckenhäuser und Korallenstücke können unter diesen strengen Schutz fallen – manches davon darf nicht einmal dann ins Reisegepäck, wenn es am Strand gesammelt wurde.
  • Es sind weit mehr Pflanzen als Tiere geschützt. Lebende Orchideen und Tillandsien dürfen nur mit Genehmigung und unter strengen Auflagen nach Deutschland eingeführt werden.

Und hier gibt es Informationen:

  1. Hinweise auf problematische Souvenirs gibt es in guten Reiseführern
  2. Artenschutz im Urlaub ist eine Datenbank zum Thema von Zoll und Bundesamt für Naturschutz (BfN)
  3. Vom Urlaubsort aus beim BfN nachfragen: Anfragen an citesma@bfn.de werden schnellstmöglich beantwortet
  4. Die Broschüre Artenschutz geht jeden an kann beim BfN als pdf-Datei heruntergeladen werden
  5. Einen aktuellen Souvenirratgeber hat kürzlich der WWF veröffentlicht.

Also, ein bisschen informieren, genau hinschauen und im Zweifelsfall lieber nichts kaufen. Dann klappt es auch mit dem persönlichen Artenschutz.

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