Neue Koala Forschungsstation in Queensland

Die kleinen Sympathieträger sind leider auch gefährdet, wie so viele andere Tierarten ©Tourism and Events Queensland

Sie sind meistens knuffig, manchmal unleidlich, aber immer sympathisch: Koalas. Doch für die kleinen Beutelbären wird das Überleben immer schwieriger. Im Lone Pine Koala Sanctuary bei Brisbane wurde nun eine neue Wissenschafts- und Forschungseinrichtung speziell für das beliebte australische Beuteltier eröffnet – das „Brisbane Koala Science Institute“.

Australiens Symboltiere leiden unter Chlamydien-Bakterien, die eine sexuell übertragbare Krankheit verursachen. Chlamydien sind für wildlebende Koala-Populationen in einer intakten natürlichen Umgebung nahezu harmlos und können dort als natürliche Geburtenkontrolle angesehen werden. Zu einem ernsthaften Ausbruch kann es jedoch bei großem Stress kommen, der meist durch die Zerstörung des Lebensraumes durch den Menschen hervorgerufen wird.

Schon seit mehreren Jahren versuchen Wissenschaftler, erkrankte Koalas mit Antibiotika zu behandeln. Doch die Antibiotika können die Zusammensetzung der speziellen Darmflora verändern, die den Koalas den Verzehr von Eukalyptus ermöglichen. Deshalb soll für die Koalas ein spezieller Impfstoff gegen Chlamydien entwickelt werden.

Gäste des Lone Pine-Parks können das angeschlossene Institut über das Public Viewing-Areal besuchen und dabei den Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Neben interaktiven Displays und Sichtfenstern in das Forschungslabor gibt es auch ein Tierkrankenhaus und eine Tierküche zu sehen.

Koala-Fans können auch zuhause den Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnisse verfolgen: Die neu eingerichtete Website www.koala.org berichtet über alle aktuellen Studienergebnisse.

Das Lone Pine Koala Santuary hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Im Eintrittspreis von umgerechnet 22 Euro ist auch ein Besuch des neuen Koala-Institutes enthalten.

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