Tierische Charakterköpfe – Schlittenhunde in Werfenweng

Schlittenhund in Werfenweng©Elke Gersmann

Der Wind pfeift über den Schnee, das Thermometer zeigt Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Doch ihnen kann es gar nicht kalt genug sein. Wenn von einem Menschen nur noch die Nasenspitze zu sehen ist und sich der Rest in einem dicken Thermoanzug befindet, laufen sie zur Hochform auf: Schlittenhunde.

Ihr wohl bekanntester Vertreter ist der Siberian Husky mit seinen eisblauen Augen, der von dem Volk der Tschuktschen in Ostsibirien gezüchtet worden ist. Doch es gibt noch viele andere, wie zum Beispiel

  • den Samojeden, benannt nach dem gleichnamigen sibirischen Nomadenstamm
  • den Alaskan Malamute, ein Kraftpaket, das dem in Alaska lebenden Volk der Malamuten schon so manche Last über das ewige Eis gezogen hat
  • den Grönlandhund, der dort im Winter auch heute manchmal noch das einzige zuverlässige Transportmittel ist.

Sie alle lieben die Kälte, laufen gerne, benötigen viel sinnvolle Beschäftigung und fühlen sich im Rudel am wohlsten.

Schlittenhunde sind wild und oft gleichzeitig verspielt (ich lag in Werfenweng jedenfalls nicht nur einmal im Schnee). Doch dabei hat jeder auch noch so seinen ganz eigenen Charakter. Und mancher Leithund auch ganz eigene Ideen, wo es als nächstes denn so lang gehen soll. Da muss man sich als Musher schon durchsetzen. Das würde ich ja gerne mal ausprobieren. Denn einer meiner Reiseträume ist eine winterliche Hundeschlittentour in Skandinavien.

Einige der Schlittenhunde auf den Fotos sind einem traurigen Schicksal entkommen: sie wurden als Einzelhunde in Wohnungen gehalten. Als die Besitzer nicht mehr mit ihnen klarkamen, mussten sie weg. Sie hatten Glück mit ihrem neuen Zuhause, denn nun können sie in den österreichischen Alpen ihre Natur voll ausleben und rennen. Meistens jedenfalls. Manchmal werden nämlich andere vor den Schlitten gespannt, dann macht man als enttäuschter Husky so ein Gesicht wie mein Charakterkopf der Woche. Es ist zum Heulen.

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